Der Sinn des Ganzen

Als Ergebnis meiner Ausführungen zur Entstehung der „158-µm-Linie“ hat man nun entweder verstanden woher diese besondere Art der Infrarot-Strahlung kommt … oder auch nicht. Für das Verständnis meines heutigen, zweiten Teils der Besprechung des „Proposals“ eines der Forschungsthemen bei meinem Mitflug sollte das aber keine Voraussetzung sein, denn heute geht es darum, wozu die Messung dieser Strahlung überhaupt gut ist:

„This line is widely used to determine the physical conditions in PDRs and as a tracer of star formation in nearby normal and starburst galaxies“

Diese Strahlung wird also verwendet um Rückschlüsse auf die physikalischen Bedingungen in den „Photo-Dissoziativen-Regionen“ (Die im letzen Beitrag besprochenen Wolken aus Staub, Wasserstoff und Kohlenstoffverbindungen, die von UV-Strahlung getroffen werden) zu ziehen und damit im weiteren Verlauf auch Basisinformationen über die Entstehung von Sternen in der Nähe solcher Wolken zu erhalten. Im folgenden – immerhin bunten – Bild ist das irgendwie dargestellt: Man kann vielleicht erkennen dass es eine ganze Menge an Prozessen in solchen Bereichen gibt, die es zu berücksichtigen gilt.

pdr

+++++   nice-to-know  +++++   nice-to-know  +++++   nice-to-know  +++++   nice-to-know

„With the advent of ALMA, the use of this line as a measure of the star formation rate is now routinely extended to the high redshift universe.“

Wenn dieses Licht allerdings aus weit entfernten Galaxien zu uns kommt, ist es durch den Doppler-Effekt so stark verändert worden (und schon spielt diese ominöse „Rotverschiebung“ eine Rolle), dass man es schon wieder auf dem Erdboden mit anderen Geräten messen kann. Zum Beispiel dem zur Zeit in Chile gebauten ALMA-Radioteleskop:

+++++  Ende  +++++  Ende  +++++  Ende  +++++  Ende  +++++  Ende  +++++  Ende  +++++  En

ACHTUNG: Jetzt kommt’s:

„Yet, the validity of these methods is not well established observationally and theoretical not well understood.“

Die Rückschlüsse (Physikalische Vorgänge in den Molekülwolken), die sich mit dieser Methode gewinnen lassen sind zur Zeit leider noch nicht besonders aussagekräftig und daher …

„The high sensitivity of the multi-beam upGREAT instrument coupled with rapid mapping techniques enabled by the nimble SOFIA observatory allow us to map in 75 hours an area of more than 20 times larger than HIFI/Herschel.“

… wird mit dem neuen und verbesserten „upGREAT“-Detektor (endlich mal eine eingängige Namensgebung aus Deutschland: upGREAT … upgrade … Verbesserung … alles klar?) in 75 Messstunden erst einmal eine 158-µm-Karte angelegt, die 20x größer ist als die, die vom Infrarotsatelliten Herschel gemacht wurde und über die sich dann demnächst Horden von Doktoranden der Astrophysik hermachen können, damit „not well understood“ hoffentlich bald der Vergangenheit angehört.

 

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